Der in İzmir tätige Hals-Nasen-Ohren-Facharzt Op. Dr. Melih Arif Közen wendet moderne Operationsverfahren bei der besonders bei Kindern häufig auftretenden Vergrößerung der Rachenmandel (Polypen) und der Gaumenmandeln an. Die Rachenmandel (Adenoide) und die Gaumenmandeln (Tonsillen) sind im Bereich des Rachens und des Nasenrachens gelegene Abwehrgewebe, die den Körper vor Infektionen schützen.
Wenn dieses Gewebe mit der Zeit übermäßig anwächst oder sich häufig entzündet, kann es zu Beschwerden wie Schlafen mit offenem Mund, Schnarchen, häufig wiederkehrenden Halsinfektionen und Hörproblemen führen. In Fällen, in denen eine medikamentöse Behandlung nicht ausreicht und die Beschwerden die Entwicklung und Schlafqualität des Kindes beeinträchtigen, bietet die Operation eine dauerhafte und wirksame Lösung.
Eine Vergrößerung der Rachenmandel kann zu einer Flüssigkeitsansammlung im Mittelohr und dadurch zu Hörproblemen führen. In diesem Fall kann die Operation bei Bedarf zusammen mit der Anlage eines Paukenröhrchens (Belüftungsröhrchen) geplant werden.
Was sind Polypen- und Mandeloperationen?
Die Polypenoperation (Adenotomie) und die Mandeloperation (Tonsillektomie) sind chirurgische Eingriffe, bei denen dieses übermäßig vergrößerte oder sich häufig entzündende Gewebe entfernt wird. Beide Eingriffe werden meist in derselben Sitzung gemeinsam durchgeführt. Ziel ist es, die Atemwege zu entlasten, wiederkehrende Infektionen zu beenden und die Probleme zu beseitigen, die den Schlaf und die Entwicklung des Kindes negativ beeinflussen.
Freilegung der Atemwege
Durch die Entfernung der vergrößerten Rachen- und Gaumenmandeln wird eine freie Atmung durch Nase und Rachen ermöglicht; Schnarchen und das Schlafen mit offenem Mund nehmen ab.
Verringerung von Infektionen
Häufig wiederkehrende Mandel- und Halsentzündungen nehmen deutlich ab; der Bedarf an Antibiotika und die Krankheitstage sinken.
Erhalt des Hörvermögens
Die durch die Verlegung des Ohrgangs durch die Rachenmandel bedingte Flüssigkeitsansammlung und die Hörprobleme werden beseitigt; bei Bedarf wird mit einem Paukenröhrchen unterstützt.
In welchen Fällen werden Polypen- und Mandeloperationen durchgeführt?
Diese Operationen kommen in Frage, wenn die Vergrößerung der Rachen- oder Gaumenmandeln den Schlaf, die Entwicklung und das tägliche Leben des Kindes beeinträchtigt und eine medikamentöse Behandlung nicht ausreicht. Die am häufigsten beurteilten Gründe sind die folgenden.
Schlaf- und Atemprobleme
Schlafen mit offenem Mund, Schnarchen, Atemaussetzer im Schlaf (Apnoe) und dadurch bedingter unruhiger, unterbrochener Schlaf.
Wiederkehrende Infektionen
Mehrmals im Jahr wiederkehrende Mandelentzündungen, Halsinfektionen und Situationen, die eine häufige Antibiotikaeinnahme erfordern.
Beeinträchtigung von Gehör und Sprache
Durch die Rachenmandel bedingte Flüssigkeitsansammlung im Mittelohr, Hörverlust, Sprachverzögerung und wiederkehrende Ohrentzündungen.
Die Entscheidung zur Operation wird je nach Häufigkeit und Schwere der Beschwerden des Kindes getroffen. Bestehen durch die Rachenmandel bedingte Ohrprobleme, kann in derselben Sitzung auch die Anlage eines Paukenröhrchens erwogen werden.
Wie werden Polypen- und Mandeloperationen durchgeführt?
Das anzuwendende Verfahren wird nach der Größe des Gewebes, der Art der Beschwerden und dem Zustand des Kindes festgelegt. Die Eingriffe erfolgen durch den Mund, äußere Schnitte gibt es nicht.
Adenotomie (Rachenmandel)
Das vergrößerte Adenoidgewebe im hinteren Bereich des Nasenrachens wird durch den Mund unter Kamerakontrolle entfernt. Nasen- und Ohrgang werden entlastet.
Tonsillektomie (Gaumenmandeln)
Entzündete oder übermäßig vergrößerte Gaumenmandeln werden durch den Mund entfernt. Mit modernen Techniken werden Blutung und Schmerzen auf ein Minimum reduziert.
Gemeinsame Durchführung
Liegen beide Probleme gleichzeitig vor, werden beide Eingriffe in derselben Sitzung durchgeführt. Bei Bedarf wird zusätzlich ein Paukenröhrchen eingesetzt.
Vorbereitung vor der Polypen- und Mandeloperation
Da diese Operationen meist bei Kindern durchgeführt werden, ist die präoperative Beurteilung sowohl für die Sicherheit als auch für das Wohlbefinden des Kindes wichtig. In dieser Phase wird die Ursache der Beschwerden ermittelt und eine geeignete Planung vorgenommen.
Untersuchung und Beurteilung
Mit einer endoskopischen Untersuchung wird die Größe von Rachen- und Gaumenmandeln beurteilt. Bei Bedarf wird mit einem Hörtest eine Beteiligung des Ohrs überprüft.
Allgemeine Gesundheitskontrolle
Vor der Anästhesie werden die erforderlichen Blutuntersuchungen durchgeführt. Der allgemeine Gesundheitszustand des Kindes und eine eventuell vorliegende aktive Infektion werden beurteilt; der Eingriff wird auf einen geeigneten Zeitpunkt geplant.
Wie läuft die Polypen- und Mandeloperation ab?
Die Operation wird unter Vollnarkose durch den Mund durchgeführt und dauert in der Regel kurz. Da es keinen äußeren Schnitt gibt, bleibt keine Narbe zurück. Der Eingriff erfolgt in bestimmten Schritten, und die meisten Patienten werden noch am selben Tag oder nach einer kurzen Beobachtung entlassen.
Anästhesie und Vorbereitung
Das Kind wird unter Vollnarkose in den Schlaf versetzt. Der Mundbereich wird entsprechend vorbereitet und mit dem Eingriff begonnen.
Entfernung des Gewebes
Die vergrößerte Rachenmandel und, falls erforderlich, die Gaumenmandeln werden durch den Mund unter Kamerakontrolle entfernt. Die Blutung wird unter Kontrolle gebracht.
Abschluss und Aufwachen
Der Eingriff wird abgeschlossen, und das Kind erwacht innerhalb kurzer Zeit aus der Narkose. Nach der Beobachtung wird es in der Regel noch am selben Tag entlassen.
Damit Ihr Kind frei atmen kann – sprechen wir darüber
Bei Beschwerden im Zusammenhang mit Rachen- und Gaumenmandeln können Sie sich an Op. Dr. Melih Arif Közen wenden.
Heilungsverlauf nach der Polypen- und Mandeloperation
Die Heilung nach der Operation schreitet in der Regel innerhalb weniger Tage bis einer Woche deutlich voran. In den ersten Tagen können leichte Halsschmerzen und Schluckbeschwerden auftreten; dies ist normal und nimmt allmählich ab. Reichlich Flüssigkeit zu sich zu nehmen und weiche Speisen zu bevorzugen, erleichtert die Heilung.
Die ersten Tage
Halsschmerzen und leicht ins Ohr ausstrahlende Schmerzen können auftreten. Kalte und weiche Speisen verschaffen Linderung; viel Wasser zu trinken ist wichtig. Mit Schmerzmitteln wird für Komfort gesorgt.
Die folgenden Tage
Die meisten Kinder kehren innerhalb weniger Tage zur normalen Ernährung und Aktivität zurück. Die vollständige Heilung und das Abfallen der Schorfbeläge im Hals sind in etwa 1–2 Wochen abgeschlossen.
Wenden Sie sich in den folgenden Fällen ohne Zeitverlust an Ihren Arzt:
- Hellrote Blutung aus dem Mund
- Hohes Fieber und zunehmend stärker werdende Schmerzen
- Unfähigkeit, Flüssigkeit aufzunehmen, und deutliche Austrocknung (verminderte Urinausscheidung, Schwäche)
- Atembeschwerden
Häufig gestellte Fragen
Wird das Immunsystem geschwächt, wenn Rachen- und Gaumenmandeln entfernt werden?
Nein. Im Körper gibt es viele weitere Gewebe, die das Immunsystem gewährleisten. Da sich ständig entzündende Rachen- und Gaumenmandeln tatsächlich zu einer Infektionsquelle werden, wirkt sich ihre Entfernung bei den meisten Kindern positiv auf die Gesundheit aus und verringert die Krankheitstage.
Können beide Operationen gleichzeitig durchgeführt werden?
Ja. Liegen ein Rachenmandel- und ein Gaumenmandelproblem gemeinsam vor, werden beide Eingriffe in der Regel in derselben Sitzung durchgeführt. So erhält das Kind nur eine Narkose und durchläuft nur einen Heilungsprozess.
Was darf mein Kind nach der Operation essen?
In den ersten Tagen werden kalte und weiche Speisen (Eis, Pudding, Püree, Suppe) bevorzugt. Eine reichliche Flüssigkeitsaufnahme ist wichtig. Es wird empfohlen, einige Tage lang harte, scharfe und heiße Speisen zu meiden.
Wächst die Rachenmandel wieder nach?
Die Rachenmandel kann in seltenen Fällen teilweise wieder nachwachsen, dies ist jedoch nicht häufig. Wenn die Gaumenmandeln vollständig entfernt werden, kommt es zu keiner Wiederkehr. Bei anhaltenden Beschwerden wird unbedingt eine Kontrolle empfohlen.


